This chart demonstrates how the oil prica has been changing over the last decade

Jetzt Software-Entwicklung nach Russland outsourcen?

Russland macht seit geraumer Zeit wieder Schlagzeilen, leider zu oft negative. Könnten Sie sich vorstellen, jetzt Ihre Softwareentwicklung nach Russland zu verlagern? Vermutlich nicht. Dabei können Sie gerade jetzt zu einem sehr preisgünstigen Abschluss und an ein hervorragendes IT-Produkt kommen. Warum? Das möchte ich jetzt kurz erläutern.
Seitdem die Russische Zentralbank im November 2014 ankündigte, keine Reserven mehr für Stützungskäufe des Rubels auf dem Devisenmarkt auszugeben, hat der Rubel dramatisch an Wert gegenüber dem Dollar und dem Euro verloren. In den vergangenen Tagen durchbrach der Rubelkurs die psychologisch wichtige Marke von 80 Rubel pro Euro. Zuvor hatte der Umtauschkurs seit 2010 relativ stabil bei 40 Rubel pro Euro gelegen. Auslöser für diese Entwicklung ist der Preisverfall auf den Rohstoffmärkten, insbesondere der niedrige Ölpreis. Während im Zeitraum von 2010 bis 2014 der Preis für ein Fass der Marke Brent bei über 100$ lag, werden inzwischen nur noch 37$ verlangt. Wegen der für 2016 erwarteten Rückkehr des Iran aufs internationale Ölparkett sind die Aussichten auf steigende Preise auch für dieses Jahr nicht gerade blendend.
Damit werden vor allem Importprodukte, aber auch im Land hergestellte Waren mit Importkomponenten deutlich teurer. Die scheinbar negative Entwicklung hat auch ihre positiven Seiten, hilft sie nicht zuletzt inländischen Produzenten im Konkurrenzkampf gegen Importwaren.
Der seit jeher exportorientierte russische IT-Sektor profitiert sicherlich von dieser Entwicklung. Inzwischen können russische Software-Entwickler im heiß umkämpften internationalen Outsourcing-Geschäft gegen die Konkurrenz aus Indien und China neben ihrer technischen Kompetenz auch wieder preislich punkten. Der russische Verband der IT-Exporteure „RUSSSOFT“ stellt in seiner im Oktober 2015 veröffentlichten Studie zum russischen IT-Exportpotenzial ein Außenhandelsumsatz von 7 Milliarden US-$ in Aussicht, was einem Wachstum von 16% im Vergleich zu 2014 entspräche (Hier der Link zur englischsprachigen Variante der Studie: http://www.russoft.ru/files/RUSSOFT_Survey_12_en.pdf). Damit liegt Russland zwar deutlich hinter Deutschland, das 2014 auf einen Exportwert von IT-Services von insg. 18,9 Milliarden Euro verbuchen kann (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/167976/umfrage/export-von-it-dienstleistungen-aus-deutschland-seit-2002/). Allerdings machen die Zahlen deutlich, dass man Russland im IT-Bereich durchaus ernst nehmen kann.
Wenn Sie jetzt ein Engagement in Russland in Betracht ziehen sollten, dürfen Sie darauf spekulieren, dass viele gut aufgestellte russische IT-Unternehmen Ihnen ein preisgünstiges Angebot für IT-Services und Softwareentwicklungen machen werden.
Wir beraten Sie gern.
Demonstration of how the Brent oil price changes over time.

Brent Oil Chart